Vor einem Jahr, bei der Bischofsweihe des neuen Bischofs der Diözese Klaus Krämer, überreichten ihm Vertreterinnen von Maria 2.0 einen Gutschein über ein Gespräch. Dieser wurde nun eingelöst und eine Gruppe Frauen sprach mit ihm über deren Anliegen.

Von der persönlichen Erfahrung geprägt, schon ein Leben lang vertröstet worden zu sein, dass es sicher irgendwann in vielen Jahren doch noch Frauen im Priesteramt geben würde, ermutigte die Gruppe den Bischof, sich aktiv einzusetzen. Dies sei insbesondere deshalb wichtig, weil viele (junge) Menschen, so wenig Hoffnung auf Veränderung mehr haben, sodass sie die Kirche verlassen.

Zum einen gibt es in der Diözese selbst für den Bischof noch viele Möglichkeiten, die Begabungen von Frauen auch einzusetzen (z.B. Taufen, Eheassistenz).

Zum anderen könne er in der Bischofskonferenz, in der einige sehr konservative Bischöfe sitzen, sich nicht von diesen entmutigen lassen, sondern aktiv die bereits erfolgten Schritte (von Kommunionhelferinnen bis taufenden Pastoralreferentinnen) zu verteidigen und weitere Schritte zu befürworten (wie die Verkündigung des Evangeliums bei Eucharistiefeiern von Frauen).

Als Erinnerung an dieses Gespräch erhielt der Bischof einen Adventskalender, damit er an jedem Tag im Advent sich mit kirchlichen Frauenfragen beschäftigen kann, sowie einen Schuhabstreifer für die Tür zu seinem Büro mit dem Aufdruck „Eintreten für Gleichberechtigung“.

Es war ein offenes und wertschätzendes Gespräch, ein intensiver Austausch, bei dem der Bischof betonte, dass die Kirche sich weiterentwickeln müsse, Vielfalt wichtig sei, auch die kritische Stimme von Maria 2.0.